Das Finalteam vom Bottwartalturnier:
Von links stehend: Roger Liebel, Siggi Harsch, Zoran Davidovic, Micha Auras. Vorne kniend: Carlos Alvarez, Jörg Uhlhorn, Kurt Häcker, Joe Leicht.
Mit keinen allzu großen Erwartungen fuhr man zum hoch dotierten Bottwartalturnier für AH-Mannschaften nach Großbottwar. Denn die prestigeträchtige Veranstaltung ist als Ü30-Turnier ausgeschrieben und erfahrungsgemäß sind die meisten Mannschaften dementsprechend jung aufgestellt. Was dies betraf waren die von uns ins Rennen geschickten alten Kempen mit einem Altersdurchschnitt von 48 Jahren eigentlich nicht konkurrenzfähig. Doch es sollte ganz anders kommen an diesem kalten Samstag im Bottwartal.
Von Beginn an trat man taktisch hervorragend eingestellt, als geschlossener mannschaftlicher Verbund auf. Diese konzentrierte Spielweise trieb die deutlich jüngeren Gegner ein ums andere mal zur Verzweiflung. Ihre Angriffe wurden schon früh gestört und so aus dem Konzept gebracht, was unserem Team gleichzeitig brandgefährliche Konterangriffe erlaubte. Da diese dann oft auch erfolgreich abgeschlossen werden konnten brachte uns dieses erfolgreiche Konzept als sicheren Gruppenzweiten in die Finalrunde.
Nach dieser Devise bestritten wir die Finalrunde dann mit gleicher Spielweise, und ebenso erfolgreich wie die Vorrunde. Die anderen Mannschaften staunten nicht schlecht was die verhältnismäßig alten SGVler an diesem Tage boten. Im Endspiel traf man auf die spielstarken Favoriten vom TSG Steinheim. Das Spiel entwickelte sich zu einer hochdramatischen Partie, die von beiden Teams hoch konzentriert, und von gegenseitigem Respekt begleitet, geführt wurde. Unser teamorientiertes System war wieder erfolgreich und wir gingen gegen die Favoriten tatsächlich in Führung. Eine kleine Sensation bahnte sich an, denn unser minimaler Vorsprung hielt bis eine Minute vor Schluss. Doch dann erfolgte mit dem Ausgleichstreffer in fast letzter Sekunde die Ernüchterung. Die folgende Verlängerung war dann fast eine Kopie der regulären Spielzeit mit tatsächlich identischem Verlauf. Wir gingen in Führung und kurz vor Ende viel der Ausgleichstreffer für Steinheim. Schade. Im sich anschließenden Neunmeterschießen mussten wir dann der Jugend doch den Vortritt lassen. Das Turnier kostete sehr viel Kraft, so dass uns am Ende das letzte Quäntchen Konzentration bei den Schüssen fehlte. Gratulation an Steinheim und Gratulation an unsere Jungs, die sich mit diesem zweiten Platz mehr als teuer verkauft haben. JL